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03.05.2018

Aktuelle Informationen

Die Akademie wird auch diesem Frühjahr und Sommer Platz für wissenschaftliche Seminare bieten.

Im April waren wie jedes Jahr die Studenten des Umweltstudienganges der Universität Greifswald zu Gast. Auch im Mai werden sie wiederkommen und Feldforschung in der näheren Umgebung betreiben. Uns verbindet eine langjährige Partnerschaft mit Greifswald. Der Träger des Alternativen Nobelpreises für Umwelt Prof. Succow  und Mitbegründer der Greifswalder Umweltstudien gehörte zu den ersten, die das Projekt Schloss Wartin unterstützten. Heute sind es Prof. Manthey und Dr. Timmermann, die die Partnerschaft weiterpflegen. Im Mai werden Seminare der FU zu „ Human Rights Protection in International Law and Sexual Discrimination“ und „Constitutional Developments in Fragile States“ stattfinden. Im Mai werden Studenten/Innen und Wissenschaftler)Innen des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung aus Berlin in Wartin tagen.

Im Juni werden wie seit langen Jahren schon Studenten/Innen der Studienstiftung des Deutschen Volkes ihr Seminar abhalten. Ferner auch Studenten/Innen des Rechts der Universität Potsdam und der Humboldt Universität, die auch seit Jahren gerngesehene Gäste sind. Im Juni findet ferner ein Treffen der Yale Alumni Associations aus ganz Europa im Schloss statt.

Im Juli werden Studenten/Innen der Universität Frankfurt/oder zu Gast sein. Für Juli ist ein deutsch-polnisches Seminar zur Verfassungsentwicklung in Polen geplant.

Für Ende August ist die Eröffnung eines jährlich stattfindenden deutsch-polnischen Festivals zeitgenössischer Musik unter Leitung des renommierten Komponisten Gerhardt Müller-Goldboom geplant. Die Verwirklichung hängt noch von den endgültigen Zusagen der Finanzierung ab.

Im September findet ein Konzert von Schülern und Schülerinnen von Musikschulen aus der deutsch-polnischen Pomeraniaregion statt.

Für den Herbst und Winter ist u. a. geplant, dass die Akademie angesichts des schlechten Verhältnisses zwischen Deutschland und Russland und Polen  Raum für Veranstaltungen unter Einbeziehung von polnischen und russischen  Teilnehmern bietet.


18.05.2018

Musikfeste auf Wartin in der Uckermark

 

Während die Uckermark reich an landschaftlichen Besonderheiten ist, die über die Region hinaus geschätzt werden, gibt es selten kulturelle Höhepunkte, die vergleichbar wären. Die Idee, an einem geeigneten Spielort eine kontinuierliche Veranstaltungsreihe zu etablieren, die musikalisch Besonderes mit einem breiten Angebotsspektrum bietet, stand bereits seit einiger Zeit im Raum. Das zufällige Interesse an Veranstaltungen mit einem entsprechenden Profil seitens des Schlosses Wartin bietet nun die Gelegenheit, diese Ideen zu verwirklichen. Dabei soll das Herrenhaus und seine weiträumige Gartenanlage mit vielfältigen Spielorten, die sich besonders für ein solches Vorhaben eignen, ins öffentliche Interesse gebracht werden. In weiterer Entwicklung soll Schloss Wartin auch Sitz eines neu zu gründenden deutsch-polnischen Kammerorchesters werden, das seine Produktionen international vorstellt und so die überregionale Wahrnehmung dieser Kulturlandschaft durch breitgefächerte Programme mit immer neuen Schwerpunkten besonders prägt. Ein erstes, kleineres Festival soll in diesem Jahr den Ort in Verbindung mit außergewöhnlichem Programm ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit rücken und gleichzeitig als Test dienen, inwieweit das Konzept von ihr angenommen wird. Eine Gedichtzeile von Alfred Mombert, die Alban Berg vor gut 100 Jahren meisterlich vertonte, gab das Motto für die Veranstaltungen: „…das macht die Welt so tiefschön.“

TIEFSCHOEN 1. Ausgabe 31. 8. – 2. 9. 2018

Mit dem in der Uckermark gelegenen Schloss Wartin steht den Festival-Vorhaben TIEFSCHOEN ein ganz besonderer Ort zur Verfügung. In der Wahrnehmung eines großen Publikums wird er für seine besondere Verbindung mit spannendsten Entwicklungen gegenwärtiger Musik und außergewöhnlichen Präsentationen älterer Musik stehen. Die Lage zwischen Prenzlau und Stettin, Pasewalk und Schwedt an der Oder, nahe an der deutsch-polnischen Grenze gelegen, bedingte die Entwicklung eines Konzepts, dass mit solitären Veranstaltungen weit in die Region beiderseits der Oder strahlt, aber auch an Alter wie Neuer Musik Interessierte aus Berlin in diese ländliche Sommeridylle locken kann.

Das Konzept von TIEFSCHOEN baut auf Offenheit gegenüber Umsetzungen verschiedenster musikalischer Konzeptionen, seien diese gegenwärtig oder historisch, von näher oder ferner liegenden Kulturen, von Massen- oder Elitehörgewohnheiten geprägt. So versteht sich die Konzeption offen gegenüber allen möglichen Publikumsgruppen, geht insbesondere und bewusst auch auf die Bewohner der ländlichen Region zu und fördert den Dialog zwischen ihnen.

Die erste Ausgabe dieses Festivals der Neugier auf Musik wird sich ANEIGNUNGEN widmen, musikalischen und räumlichen Aneignungen der verschiedenen Orte des BauEnsembles des Schlosses Wartin, Aneignungen außergewöhnlichen Instrumentariums, fremden Musik- und Nachdenkens, neuer noch unerforschter Bereiche, aber auch Aneignungen durch Zitieren, Nachahmen, Analysieren bis hin zum zerstörenden Demontieren beim Kennenlernen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung und der Integration mit und von Musikdenken liegen, dessen Wurzeln sich in eher ferner liegenden Kulturen finden.

Kuratoren: Gerhardt Müller-Goldboom, Caspar de Gelmini
Geschäftsführung: Sabine Krasemann
Musica aperta, Hauptstr. 9, 16775 Rauschendorf, phon 0151 2264 8349

 

Schloss Wartin TIEFSCHOEN

1. Freitag 31. August 2018

KONZERTE 17.00 Uhr Saal im Schloss

Christoph Huntgeburt – Flute traversière

Werke von Jacques-Martin Hotteterre, Carl Philipp Emanuel Bach, Georg Philipp Telemann

19.00 Uhr Saal im Schloss

Eva Curth – Harfe

Werke von Raimbaut de Vaqueiras, Alfonso X. el Sabio, Fratre Jeronimo, Francois-Joseph Naderman, Isang Yun, Violeta Dinescu, Toru Takemitsu, Toshio Hosokawa, Heinz Holliger

Samstag 1. September 2018

PERFORMANCES & CONCERTS

Liping Ting, voice – concepts – performances, Matthias Badczong, Bassklarinette ensemble WORK IN PROGRESS – BERLIN, Gerhardt Müller-Goldboom – Dirigent

15.30 Laotischer Garten-Tempel, im Garten und auf dem Belvedere

17.30 Treppen-Bibliothek im Schloss

19.00 Saal im Schloss

Uraufführungen von Liping Ting, Brice Catherin, Michael Edward Edgerton, Gerhardt Müller-Goldboom, Nikolaus Gerszewski

Sonntag 2. September 2018

KONZERT 14.00 – 17.00 Mauergeviert

Erik Drescher, Glissandoflöte, Flöte, Percussion Instant Music Factory: Claudio Puntin, Reeds/Elektronik, Jo Ambros, Gitarre/Elektronik, Oliver Potratz, Bässe/Elektronik

Werke von Julio Estrada, Nikolaus A. Huber, Phil Niblock, Gerard Pape , Idim Samimi Mafakham, Claude Debussy, Edgard Varèse, Caspar de Gelmini, Instant Music Factory

 


Tagung Zentrum für Literatur und Kulturforschung 15.05.-16.05.2018

 


10 Jahre Stiftung Collegium Wartinum

„Ein Ort, wo der Geist fliegen kann”

Feierlichkeiten fanden am 08.07.2015 statt

 

Universitäten danken für zehn Jahre Collegium Wartinum

Wartin (MOZ) Für Studenten, Doktoranden und Wissen­schaftler ist das Schloss Wartin ein Rückzugsort zum Lernen und für freien Gedankenaus­tausch. Die Stiftung „Collegium Wartinum” macht dies seit zehn Jahren möglich. Die Gäste aus Universitäten sind des Lobes voll. Mit einem zufriedenen Lächeln lief David MacBryde aus den USA am Mittwochnachmittag durch die reich gefüllten Bibliothe­ken und den rauschenden Park yon Schloss Wartin. MacBryde ist ein Freund der Schlossher­ren Prof. Hans-Joachim Mengel und Charles Elworthy. Die drei Männer haben an der amerika­nischen Elite-Universität Yale studiert. Die Universität verbin­det sie ein Leben lang. Der Amerikaner, der 2008 den Wahlkampf von Barack Obama unterstützt hat, stand seinen Studienfreunden in Deutsch­land zur Seite, als sie 2005 das „Collegium Wartinum” gegrün­det haben. Es sichert den Be­trieb des Schlosses Wartin als Stätte der Bildung und des in­ternationalen Kulturaustausches. Darauf ist David MacBryde stolz. „In einem neuen Anbau konn­ten sogar Übernachtungsplätze für fast 50 Studenten geschaf­fen werden. Das gab es anfangs hier gar nicht”, gab er gern von seinen Erinnerungen preis, als am Mittwoch das zehnjährige Bestehen der Stiftung gefeiert wurde.

Politik- und Geisteswissen­schaftler aus Berlin und Bran­denburg, Uckermark-Landrat Dietmar Schulze und Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl machten Schloss Wartin ihre Aufwartung.

Der Gartzer Amtsdirek­tor Frank Gotzmann sagte: „Die Einrichtung Schloss Wartin ist eine Perle im Amt Gartz und lei­der von manchen unterschätzt.”

Er spielte damit nicht nur auf das internationale und junge Publikum an, das sich regel­mäßig zu Seminaren und studentischen Diskussionen nach Wartin zurückzieht. Es ist kein Geheimnis, dass die Schlossret­ter Hans-Joachim Mengel und Charles Elworthy im Volksmund als „verrückte Professoren” be­zeichnet werden.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat den Aufbau der Stiftung „Collegium Warti­num” als dramatische Zeit in Er­innerung. Sie war damals Kultur­ministerin in Brandenburg und fasste die Verdienste von Hans- Joachim Mengel und Charles El­worthy so zusammen: „Es gibt über 400 Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg. Das ist ein großer Schatz. Aber je wei­ter sie von Berlin entfernt liegen, desto schwerer sind sie zu hal­ten. In Wartin ist das gelungen. Doch das Schloss ist nicht tot­saniert. Es hat originelle Details und ist etwas unperfekt. Das ist sein Reiz. Und es ist ein Ort für den Rückzug vom universitären Alltag, ein Ort, wo der Geist flie­gen kann.”

2003 war der Frankfurter Viadrina-Professor Albrecht Söllner zum ersten Mal mit Studenten in Wartin und hat es schätzen ge­lernt. „Damals noch unter spar­tanischen , Anfangsbedingun­gen”, blickte er zurück. „Gerade heute bin ich mit meinen Dokto­randen hier und diskutiere über Globalisierung und Verantwor­tung in der Wirtschaft. Wir spü­ren die Gastfreundschaft und Of­fenheit von Schloss Wartin.”

Gemeinsam mit dem laoti­schen Botschafter in Deutsch­land, Sithong Chitnhothinh, eröffnete Prof. Hans-Joachim Mengel eine Ausstellung. Sie zeigt 50 Werke von Studenten aus der Kunstakademie der alten laotischen Königsstadt Luang Prabang. Die Kunstwerke kön­nen auch erworben werden.

Der Erlös fließt zurück nach Laos, damit dort in einem von Zerfall bedrohten Königspalast ein deutsch-laotisches Kultur­zentrum errichtet werden kann. Prof. Mengel hat in dieses Vor­haben eine private Spende von 12 000 Euro gesteckt. Die Stif­tung „Collegium Wartinum” un­terstützt das Projekt inhaltlich und organisatorisch. Der laoti­sche Botschafter bedankte sich dafür in warmherzigen Worten.

 

Collegium Wartinum                                    Collegium Wartinum

Bundesforschungsministerin                                          Direktor Stiftung Collegium Wartinum

Prof. Dr.   Johanna Wanka                                                             Dr. Charles Elworthy