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 10 Jahre Stiftung Collegium Wartinum

„Ein Ort, wo der Geist fliegen kann”

Feierlichkeiten fanden am 08.07.2015 statt

 

Universitäten danken für zehn Jahre Collegium Wartinum

Wartin (MOZ) Für Studenten, Doktoranden und Wissen­schaftler ist das Schloss Wartin ein Rückzugsort zum Lernen und für freien Gedankenaus­tausch. Die Stiftung „Collegium Wartinum” macht dies seit zehn Jahren möglich. Die Gäste aus Universitäten sind des Lobes voll. Mit einem zufriedenen Lächeln lief David MacBryde aus den USA am Mittwochnachmittag durch die reich gefüllten Bibliothe­ken und den rauschenden Park yon Schloss Wartin. MacBryde ist ein Freund der Schlossher­ren Prof. Hans-Joachim Mengel und Charles Elworthy. Die drei Männer haben an der amerika­nischen Elite-Universität Yale studiert. Die Universität verbin­det sie ein Leben lang. Der Amerikaner, der 2008 den Wahlkampf von Barack Obama unterstützt hat, stand seinen Studienfreunden in Deutsch­land zur Seite, als sie 2005 das „Collegium Wartinum” gegrün­det haben. Es sichert den Be­trieb des Schlosses Wartin als Stätte der Bildung und des in­ternationalen Kulturaustausches. Darauf ist David MacBryde stolz. „In einem neuen Anbau konn­ten sogar Übernachtungsplätze für fast 50 Studenten geschaf­fen werden. Das gab es anfangs hier gar nicht”, gab er gern von seinen Erinnerungen preis, als am Mittwoch das zehnjährige Bestehen der Stiftung gefeiert wurde.

Politik- und Geisteswissen­schaftler aus Berlin und Bran­denburg, Uckermark-Landrat Dietmar Schulze und Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl machten Schloss Wartin ihre Aufwartung.

Der Gartzer Amtsdirek­tor Frank Gotzmann sagte: „Die Einrichtung Schloss Wartin ist eine Perle im Amt Gartz und lei­der von manchen unterschätzt.”

Er spielte damit nicht nur auf das internationale und junge Publikum an, das sich regel­mäßig zu Seminaren und studentischen Diskussionen nach Wartin zurückzieht. Es ist kein Geheimnis, dass die Schlossret­ter Hans-Joachim Mengel und Charles Elworthy im Volksmund als „verrückte Professoren” be­zeichnet werden.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat den Aufbau der Stiftung „Collegium Warti­num” als dramatische Zeit in Er­innerung. Sie war damals Kultur­ministerin in Brandenburg und fasste die Verdienste von Hans- Joachim Mengel und Charles El­worthy so zusammen: „Es gibt über 400 Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg. Das ist ein großer Schatz. Aber je wei­ter sie von Berlin entfernt liegen, desto schwerer sind sie zu hal­ten. In Wartin ist das gelungen. Doch das Schloss ist nicht tot­saniert. Es hat originelle Details und ist etwas unperfekt. Das ist sein Reiz. Und es ist ein Ort für den Rückzug vom universitären Alltag, ein Ort, wo der Geist flie­gen kann.”

2003 war der Frankfurter Viadrina-Professor Albrecht Söllner zum ersten Mal mit Studenten in Wartin und hat es schätzen ge­lernt. „Damals noch unter spar­tanischen , Anfangsbedingun­gen”, blickte er zurück. „Gerade heute bin ich mit meinen Dokto­randen hier und diskutiere über Globalisierung und Verantwor­tung in der Wirtschaft. Wir spü­ren die Gastfreundschaft und Of­fenheit von Schloss Wartin.”

Gemeinsam mit dem laoti­schen Botschafter in Deutsch­land, Sithong Chitnhothinh, eröffnete Prof. Hans-Joachim Mengel eine Ausstellung. Sie zeigt 50 Werke von Studenten aus der Kunstakademie der alten laotischen Königsstadt Luang Prabang. Die Kunstwerke kön­nen auch erworben werden.

Der Erlös fließt zurück nach Laos, damit dort in einem von Zerfall bedrohten Königspalast ein deutsch-laotisches Kultur­zentrum errichtet werden kann. Prof. Mengel hat in dieses Vor­haben eine private Spende von 12 000 Euro gesteckt. Die Stif­tung „Collegium Wartinum” un­terstützt das Projekt inhaltlich und organisatorisch. Der laoti­sche Botschafter bedankte sich dafür in warmherzigen Worten.

 

Collegium Wartinum                                    Collegium Wartinum

Bundesforschungsministerin                                          Direktor Stiftung Collegium Wartinum

Prof. Dr.   Johanna Wanka                                                             Dr. Charles Elworthy