Haus Bohlmann

Das Haus Bohlmann ist nach der Familie Bohlmann benannt, die bei der Aufsiedelung des Schlossguts in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die “Dahlemer Kolonialgesellschaft” diesen Teil des Schlossgutes zugeteilt bekam. Die alte Gutsschmiede wurde zum Wohnhaus der Familie mit sich anschließenden Ställen und Scheunen. Arthur Bohlmann war der letzte Bauer auf dem Gehöft. In der DDR wurde das Gehöft zwangskollektiviert und Arthur Bohlmann arbeitete als Busfahrer. Bis in sein 90. Lebensjahr lebte er allein auf dem Gehöft. Er war ein wunderbarer Nachbar.

Die Europäische Akademie erwarb das Anwesen von der Familie, um hier weitere Unterkünfte zu schaffen. Ein tragender Gedanke war auch, dass das gesamte alte Gutsensemble aus denkmalpflegerischen Gründen möglichst in einer Hand betreut werden sollte. Im Jahre 2008 ist das gesamte Gehöft denkmalpflegerisch restauriert worden. Die Zimmer in der alten Schmiede, dem ehemaligen Wohnhaus, sind in der Regel mit Bad ausgestattet. Im Übrigen gibt es Sanitäranlagen im Flur mit Badewanne und Dusche. Diese dienen insbesondere auch den Nutzern des Schlafsaals über dem Fachwerktorbogen, der bis zu 8 Personen Platz bietet. Im Erdgeschoss gibt es ein behindertengerechtes Apartment. Ferner bietet das Erdgeschoss eine voll ausgestattete Küche für Selbstversorger und einen großen Gemeinschafts- bzw. Seminarraum. Letzterer hat, wie auch die meisten Zimmer, den Blick auf das Schloss. Der Fußboden aller Zimmer und des Gemeinschafts- und Seminarraums besteht aus Dielen. Das ganze Haus ist nach neuesten Erkenntnissen isoliert und hat eine Zentralheizung, kombiniert mit Solarwärme.

Die Wiesen um das denkmalgeschützte Gehöft werden von der alten pommerschen Gänserasse und vom Aussterben bedrohten Skuddenschafen bevölkert. Von der Terrasse aus kann man sie, mit Blick zum Schloss, beobachten. Das Haus eignet sich sehr gut für kleinere Seminargruppen.